Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen bei Vorschul- und Schulkindern
(nach Andreas Nickisch / Dolores Heber / Jutta Burger-Gartner)

Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sie werden mit einer Vielzahl von Defiziten und schlechter schulischer Leistungen in Zusammenhang gebracht.

Was versteht man unter einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung?
Das Ohr Ihres Kindes ist genau so gut wie Ihr Ohr. Ihr Kind ist normal entwickelt. Es kann jedoch die Höreindrücke im Gehirn nicht so verar-
beiten, wie Sie es tun. Ihr Kind hört eigentlich daasselbe was Sie hören, aber es hört anders, nimmt es anders wahr.

Wann liegt eine auditive Verarbeitungs- und/oder Wahrnehmungsstörung vor?
Eine auditive Verarbeitungs- und/oder Wahrnehmungsstörung liegt vor, wenn zentrale Prozesse des Hörens beeinträchtigt sind. Zentrale Prozesse des Hörens ermöglichen u. a. die Zeit-, Frequenz- und Intensitätsanalyse akustischer Signale, die Verarbeitung binauraler Interaktionen sind /z.B. zur Geräuschlokalisation und zur Störgeräuschentwicklung). Auditive Verarbeitungs- undWahrnehmungsstörungen können isoliert, in Kombination mit anderen Störungen (Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität, Störungen der Gedächtnisfähigkeiten, Speicher- und Abruffunktionen), Spracherwerbsstörungen, Einschränkungen der allgemeinen Intelligenz, oder als Symptom solcher Störungen vorliegen.

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